Saatgut

Unsere Saatgeschwister wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet und machen Lust auf's Gärtnern. Zahlreiche Informationen auf der Rückseite zeigen dir wie es geht und machen die kleinen Saatguttütchen zu einem wunderschönen Geschenk für alle Stadtgärtner und solche, die es werden wollen.

Saatgut ist nicht gleich Saatgut. Unsere Saatgeschwister wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet und machen richtig Lust aufs Gärtnern! Für alle Blumenkinder, Naturfreunde und Kleingärtner sind die Saatguttütchen garantiert das passende Geschenk! Ob altbewährte oder ausgefallene Sorten, mit der ausführlichen Anleitung auf der Rückseite jedes Tütchen haben alle Stadtgärtner und jene, die es noch werden wollen, viel Freude an diesem besonderen Saatgut. Und wenn dir der Anbau der Samen und die liebevoll designten Verpackungen aus Recycling-Papier ein Lächeln ins Gesicht zaubern, haben wir unser Ziel erreicht!


Saatgut Basilikum "Genoveser Emily"

In der Antike als Königskraut verehrt, wurde Basilikum bereits 1000 v. Chr. als Duft und Heilpflanze kultiviert. Es galt als Zauberkraut und sollte gegen Fabelwesen und böse Geister wirksam sein. Und auch die moderne Wissenschaft fand heraus, dass Basilikum einen Stoff enthält, der gute Laune macht. Basilikum harmoniert sehr gut mit Olivenöl und wird zum Aromatisieren von Pasta aller Art, aber auch von Tomaten und Paprikasalaten verwendet.
 

Der Klassiker Basilikum „Emily“ ist ideal für noch ungeübte Stadtgärtner, da man sich bereits acht Wochen nach der Aussaat über erste Ernteergebnisse freuen kann. Aber da Basilikum, auch Königskraut genannt, ein Kind des Südens ist, muss du hierzulande beim Anbau ein paar Dinge beachten. Lass dich aber nicht entmutigen, weil dein letzter Basilikumtopf aus dem Supermarkt nach weniger als einer Woche aussah, als wäre er vom Bus überrollt worden. Diese Pflanzen werden oft schnell und lieblos hochgezogen und sind auf ihrem Weg bis zu deiner Fensterbank harten Strapazen ausgesetzt. Du wirst es besser machen.

Bereite deinen Pflanztopf vor wie in unserer Anleitung beschrieben, also halb nährstoffreiche Blumenerde und halb nährstoffarme Aussaaterde. Achte unbedingt darauf, dass dein Substrat locker genug ist, damit sich keine Staunässe bilden kann. Im Zweifel lieber ein bisschen Sand untermischen. Anfang April kannst du dann auf deiner wärmsten Fensterbank ohne direkte Sonneneintrahlung aussäen. Aber Vorsicht! Basilikum gehört zu den sogenannten Lichtkeimern, das heißt, dass du die kleinen Saatkörnchen auf keinen Fall mit Erde abdecken darfst. Lediglich 5-10 der schwarzen Körnchen auf der Oberfläche in deinem Topf verteilen und leicht andrücken. Anschließend wässern, wobei du aufpassen musst, dass du das Basilikum-Saatgut nicht wegschwemmst. Damit dein Basilikum zu keimen anfängt, sollte die Raumtemperatur zwischen 20°C und 25° C betragen.

Wenn du nun die Erde schön feucht hältst (nicht zu nass, sonst kann sich Schimmel bilden), zeigen sich bereits nach 1-2 Wochen erste Keimblätter. Sehr wichtig ist, dass du Basilikum immer von unten gießt, niemals über die Blätter, denn die feinen Wassertropfen bündeln das Sonnenlicht und führen zu üblen Verbrennungen auf der Blattoberfläche. Außerdem ist Basilikum ein echter Warmduscher, also bitte keine Schocktherapie mit eiskaltem Wasser! Nach den berühmten Eisheiligen kann dein Basilikum umziehen ins Freie. Am besten du gewöhnst ihn erst mal auf deinem Balkon im Halbschatten an die neue Umgebung, ehe du ihn der freien Natur aussetzt.

Wenn aus deinen zarten Keimlingen ein Büschel voller schmackhafter Blätter geworden ist, geht es endlich ans Ernten. Entgegen aller Gewohnheiten solltest du deinem Basilikum nicht nur die Blätter ausrupfen, sondern knapp oberhalb einer Blattgruppe ganze Stiele abschneiden, dann treibt er weiter aus.

Wer hatte nicht schon mal einen Basilikumtopf, der am Ende nur noch aus einem kargen Wald aus grünen Stielen bestand? Um das zu verhindern musst du die Triebe regelmäßig entfernen. Je öfter du das tust, desto buschiger wird dein Basilikum.

 

Pflanzeninformation

Erntezeit: ganzjährig

Nährstoffbedarf: Starkzehrer

Botanischer Name: Ocimum basilicum

Wuchshöhe: 30-40 cm

Lebenszyklus: einjährig

Farbwelt: Grün

Verwendung: Zum Würzen von Salaten, Soßen und Tomatengerichten

 
                       

2,50 €

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Saatgut Chili "Vectura Orange"

Lust auf feurige Schärfe? Dann ist die Chili genau richtig. Weltweit existieren hunderte natürliche und gezüchtete Sorten der Chilipflanze. Während die eine Sorte sofort brennt, brauchen andere etwas Zeit bis sie ihre Wirkung im Mund entfalten. Das Aroma der Chilis reicht dabei von blumig über rauchig bis fruchtig. Die Vectura ist eine orange, herrlich scharfe und reichtragende Chili-Peperoni. Sie kann sowohl in Töpfen als auch im Freiland angebaut werden.

 

Atención! Jetzt wird es feurig! Mit unseren 3 Chili-Sorten „Fireflame“, „Vectura Orange“ und „Vectura Yellow“ holst du dir heißes Temperament und brennende Leidenschaft in deine Küche! Wusstest du, dass Chili-Speisen eine aphrodisierende Wirkung haben, da beim Verzehr Glückshormone ausgeschüttet werden und der Kreislauf in Schwung kommt? Es stimmt also: Je schärfer man isst, desto schärfer wird man! :-) Und das ohne große Anstrengung und Schwierigkeiten, denn Chilis sind sehr einfach anzubauen.
Bevor du jetzt aber losrennst um einen ganzen Acker mit Chili-Pflanzen anzubauen, solltest du ein paar Dinge wissen. Zuerst einmal mögen es Chilis vom Saatgut bis zur ausgewachsenen Pflanze sehr warm, da die meisten Sorten ursprünglich aus Mexiko stammen. Also heiz deine Bude richtig ein, bevor du die Saatkörnchen auf der Aussaaterde in deinem Pflanztopf verteilst und mit ca. 5-10 mm Erde bedeckst.

Die beste Zeit für die Aussaat ist bei all unseren 3 Chili-Sorten zwischen Februar und März, da Chilis bis zur Reife ausreichend Zeit benötigen. Nach ungefähr zwei Wochen erblicken die ersten Keimlinge das Licht der Welt. Da Chilis zu den sogenannten Starkzehrern zählen, ist es nicht nur wichtig sie feucht zu halten, sondern auch regelmäßig zu düngen, am besten mit einem Flüssigdünger.

Wenn es dann im Mai auch bei uns endlich schön warm ist, kann die Chili an einen sonnigen Platz im Garten umziehen. Wichtig ist, dass ihr beim Umzug in den Garten darauf achtet, die kleinen Pflänzchen nicht zu eng zu setzen. Der Abstand sollte immer so groß sein, dass die ausgewachsene Pflanze genug Möglichkeiten zur freien Entfaltung hat. Im Falle deiner Chili brauchst du einen Pflanzabstand von ca. 50 cm. Von nun an heißt es in den nächsten Wochen: Gießen, düngen, warten.

Eines schönen Sommermorgens wirst du aufstehen und entdecken, dass deine Chili-Pflanze die ersten Blüten bekommen hat. Vor deinem geistigen Auge siehst du dich schon bald scharfe, 10-13 cm lange Früchte ernten, doch falsch gedacht! Die ersten Blüten, die deine Chili-Pflanze austreibt, musst du eiskalt herausbrechen. Warum du so etwas Grausames tun sollst? Weil dann deine Ernte besonders reich ausfallen wird.

Zwischen Juli und Oktober kann dann endlich geerntet werden. Deine Chili-Pflanze hat bis dahin eine Wuchshöhe von ca. 80-100 cm erreicht und stöhnt und ächzt idealerweise unter dem Gewicht der zahllosen, von grün nach rot, gelb oder orange abreifenden Schoten.

Tipp: Damit du wegen deiner Chilis nicht sofort in Tränen ausbrichst, nachdem du dir die Augen gerieben hast, trag am besten bei der Ernte und Weiterverarbeitung Gummihandschuhe.

Und sollte es dir oder deinen Gästen mal zu hot & spicy sein, helfen fettige Milchprodukte um den Brand im Mund zu löschen.

 

Pflanzeninformation

Erntezeit: Juli bis Oktober

Nährstoffbedarf: Starkzehrer

Botanischer Name: Capsicum annuum

Wuchshöhe: 80-100cm

Lebenszyklus: einjährig

Farbwelt: Orange

Verwendung: Zum Würzen von Suppen und Gerichten. Ideal auch für Kübel.

 
                       

4,50 €

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Saatgut Echter Lavendel

Lavendel ist eine Pflanze, die bezaubert: Die wunderschöne Farbe, das intensive "blau-violett" der Lavendelblüten und ihr wohlriechender, warmer Duft sorgen für Urlaubsstimmung und bringen einen gedanklich in den sonnigen Süden. "Der Lavendel ist die Seele der Provence", so hat es der Schriftsteller Jean Giono einmal formuliert und so verwundert es nicht, dass sich diese besondere Pflanze auch in unseren Breiten zu eine der beliebtesten Duft- und Heilkräuter entwickelt hat. Lavendel eignet sich sehr gut für die Topfkultur und zeigt sich dankbar für wenig Pflege.

 

Es gibt ja so Pflanzen, die man schon immer gern mal im Garten haben würde. Doch manchmal ist kein Platz mehr im Beet, dann hat man sich für etwas anderes entschieden und beim nächsten Mal traut man sich vielleicht nicht so recht, weil es sich um eine etwas exotischere Gattung handelt. Streng genommen gilt das mit der Exotik natürlich auch für den Echten Lavendel. Allerdings ist das eine Pflanze, bei der du dich ruhig trauen kannst – Lavendel ist viel anspruchsloser, als es seine Herkunft glauben macht. So viel falsch machen kannst du gar nicht.

Ist es bei uns nicht zu kalt für Echten Lavendel?

Könnte man denken, stimmt aber nicht. Echter Lavendel ist eine der robusteren Arten seiner Gattung. Klar, wenn du in einem Alpenhochtal lebst, geht es nicht ohne Maßnahmen zum Frostschutz. Aber schon dort, wo Wein gedeiht, kommt Lavandula angustifolia – so der botanische Name – ohne weiteres gut zurecht. Wenn es richtig kalt zu werden droht, so kannst du ein wenig Reisig rund um den Teil des Stiels drapieren, der aus dem Boden herausschaut.

Aber bevor es soweit ist, geht es ja erst einmal um das Anpflanzen. Wenn es Februar geworden ist, dann kannst du so langsam mit den Vorbereitungen beginnen. Dazu nimmst du ein paar Schalen zur Hand, am besten solche, aus denen man üblicherweise Müsli isst. Dort hinein füllst du etwas Anzuchterde, in die du die Samen gibst. In den nächsten Wochen solltest du diese Erde immer leicht feucht halten – aber wirklich nur leicht. Der Echte Lavendel mag es nicht, wenn es nass wird, das gilt für junge Triebe ebenso wie für ausgewachsene Pflanzen.

Im Mai ab nach draußen

Wenn der Mai gekommen ist, dann freut sich der Lavendel schon darauf, dass du ihn freilässt, allerdings nur dort, wo der Boden arm an Nährstoffen, etwas sandig und gut durchlässig ist. Je trockener und sonniger der Standort, desto mehr kommt das dem Lavendel entgegen. Auch windstill sollte der Ort sein. Wenn es noch frostig ist in der Nacht, und im Mai kommt das schon noch vor, dann warte lieber noch ab, denn die Jungpflanzen mögen noch keinen Frost. Beim Einsetzen in die Erde kannst du gleich einige Pflanzen pro Quadratmeter setzen. Denn Lavendel duftet umso intensiver, je mehr Gewächse auf einem Fleck stehen. Auch fürs Auge ist ein dichter Anbau natürlich von Vorteil. Sobald du die Pflanzen draußen platziert hast, düngst du ein wenig mit Universaldünger, diese Prozedur wiederholst du alle 14 Tage. Arg viel mehr ist nicht zu tun.

So pflegst du den Echten Lavendel richtig

Mit einer Ausnahme: der Rückschnitt. Sobald die erste Blüte im späten Sommer vorbei ist, schneidest du alle Pflanzen so zurück, dass alle verwelkten Blüten weg sind, so bleiben etwa zwei Drittel jedes Halms übrig. Wenn der Winter vorüber ist, dann musst du nochmal ran mit der Gartenschere – jetzt setzt du den Schnitt wenige Zentimeter oberhalb jener Stelle, bis zu der die Verholzung reicht, die im Winter eingesetzt hat. Hier musst du jedoch aufpassen, dass ein paar Triebe und Blätter des letzten Jahres an der Pflanze bleiben, das hilft dem Austreiben. Damit ist garantiert, dass der Lavendel genau an der Schnittstelle zu verzweigen beginnt, das macht die Pflanze kompakt. Die Schnitte sind notwendig, weil Lavendel ansonsten auseinanderfällt.

Nicht besonders schwierig, oder? Viel Erfolg mit deinem Lavendel – möge er Auge und Nase erfreuen! Ach ja, um Schädlinge musst du dir keine Gedanken machen, der intensive Duft des Lavendel hält sie schön auf Abstand.

 

Pflanzeninformationen

Erntezeit Juni bis September

Nährstoffbedarf Mittelzehrer

Botanischer Name: Lavandula angustifolia

Wuchshöhe: 30 - 50 cm

Lebenszyklus: mehrjährig

Farbwelt: Lila

Verwendung: Ideal geeignet für Fisch, Fleisch und Soßen. Wirkt außerdem beruhigend als Duftkissen.

 
                       

3,50 €

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Saatgut Lauchzwiebel

Die Lauchzwiebel dürfte den Meisten aus dem lokalen Supermarkt bekannt sein. Die Urform des zarten Zwiebelchens stammt jedoch aus Nordwestasien, dem heutigen Russland, von wo aus sie die ganze Welt eroberte. Ihr Anbau ist denkbar einfach und die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche sind, ähnlich wie bei der Speisezwiebel, sehr umfangreich. Ihr Geschmack ist jedoch deutlich zarter und erinnert an Schnittlauch. Die ideale Zutat für einen frischen Salat.

 

Die weiße Lauchzwiebel "Negaro" mit ihren röhrenförmigen Schlotten und den fein aromatischen Zwiebelchen findet sich in Rezepten rund um den Globus wieder. Zudem wird man bereits wenige Wochen nach der Aussaat mit der ersten Ernte belohnt, was dieses Gemüse auch für ungeduldige Stadtgärtner attraktiv macht.

Bevor es aber ab März ans Aussäen geht, solltest du deinen Gartenboden oder die Erde in deinen Pflanzkübeln gut auflockern, damit sich später beim Gießen keine Staunässe bilden kann. Außerdem rate ich dir zu ein wenig Dünger, da die kleinen Zwiebelchen dadurch besonders aromatisch schmecken, was durch einen Platz an der Sonne noch einmal verstärkt wird.

Nachdem du ideale Bedingungen geschaffen hast, kannst du die kleinen Körnchen Lauchzwiebel-Saatgut mit einer Tiefe von gut einem Zentimeter in die Erde bringen. Sobald die Keimlinge die Köpfchen aus dem Boden strecken, musst du sie pikieren und im Abstand von 25 Zentimetern in die Erde setzen, damit die Jungpflanzen genug Platz haben zu gedeihen.

Von nun an heißt es "warten", was nur durch gelegentliches Gießen unterbrochen wird, bis ab Anfang Juli endlich geerntet werden kann. Wenn du nur mal eben schnell einen Schnittlauch-Ersatz in deiner Küche benötigst, reicht es die langen, grünen Blattstängel bis auf wenige Zentimeter herunterzuschneiden und das Zwiebelchen in der Erde zu lassen. Die Blätter treiben, genau wie beim Schnittlauch, kräftig nach.

Da die Lauchzwiebel sehr anspruchslos ist, eignet sie sich besonders für Stadtgärtner-Frischlinge zum Üben und um erste Erfahrungen an der Gärtnerfront zu sammeln. Außerdem ist die Lauchzwiebel herrlich bescheiden bezüglich des Platzes und daher ein idealer Kandidat für den Anbau in Töpfen auf deinem Balkon.

Ach übrigens, um mit dieser Frage endgültig aufzuräumen: Lauchzwiebeln sind nicht das gleiche wie Lauch! Und obwohl die Lauchzwiebel von so manchem Frühlingszwiebel genannt wird, wächst sie nicht nur im Frühling.

 

Pflanzeninformationen

Erntezeit: August bis Oktober

Nährstoffbedarf: Mittelzehrer

Botanischer Name: Allium cepa

Wuchshöhe 30-80 cm

Farbwelt Grün

Verwendung In Suppen, zum Würzen und roh auf Brot

 
                       

3,50 €

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Saatgut Petersilie

Seit mehr als 3000 Jahren mischt die Petersilie in der feinen Küche ganz oben mit. Vor allem die glatte Petersilie gilt als echter Küchenklassiker und ist neben Pfeffer und Salz das wichtigste Gewürz der europäischen Küche. Die Duft- und Geschmacksstoffe ihres ätherischen Öls sind so ausgewogen zusammengesetzt, dass sie mit nahezu jedem Gewürz harmonieren, ohne die anderen Aromen zu unterdrücken. Das können nicht viele Gewürze von sich behaupten. Die Petersilie passt gut zu Saucen, Kartoffeln, Fisch, Fleisch und vielen Gemüsesorten.

 

Frische Petersilie, und das ist jetzt mehr objektive Feststellung als bloße Behauptung, ist in der Küche ein echter Tausendsassa. Das Gewürz aus der Familie der Doldenblütler, je nach Sorte mit krausen oder glatten Blättern, gibt jedem Eintopf, jeder Suppe, jeder Kartoffelspeise erst die richtige Würze. Aber auch andere Gemüsegerichte, salzige Quarkspeisen, frische Salate und so einige Saucen weiß das Kraut durchaus zu veredeln, wenn das Essen auf den Tisch kommt, und das seit drei Jahrtausenden. Nicht umsonst ist es fester Bestandteil von Suppengrün. Und nicht umsonst, aber für sehr schmales Geld, kannst du Petersilie im Garten, auf dem Balkon oder in der Küche selbst ziehen. Unter uns gesagt: das ist sogar ziemlich einfach.

Wohlschmeckende Kulturpflanze mit vielen Namen

Die Samen dieses Krauts brauchen weder einen grünen Daumen noch komplizierte Tricks, um sie zu wohlschmeckender Petersilie gedeihen zu lassen. Sogar der Standort verzeiht vieles. Wichtig ist nur, dass du ein Plätzchen findest, das halbschattig ist, wenn es geht. Und das einen Boden aufweist, der über Nährstoffe verfügt. Ob das im Garten ist, in einem Pflanzenkübel auf dem Balkon oder in einem Topf auf dem Fensterbrett in der Küche, bleibt sich eigentlich gleich. Wichtig ist nur, dass du wartest, bis es keinen Frost mehr gibt, wenn du vorhast, den Petersil – so wird er in Bayern und Österreich genannt – draußen anzupflanzen. Drinnen, also im Haus, geht das auch schon früher.

Namen für das Kraut gibt’s übrigens viele, auch Peterling, Peterle, Petergrün, Peterli oder Silk wird im deutschen Sprachraum für die wohlschmeckende Kulturpflanze als Bezeichnung verwendet. Ursprünglich kommt sie vermutlich aus dem Südosten Europas und dem Westen Asiens. Wo sie hingeht, ist auch klar, nämlich als tolles Würzkraut in deine Gerichte, aber davor haben die Götter doch noch ein wenig Schweiß gesetzt. Ganz von allein wird nämlich auch Petersilie (wir bleiben dann doch besser beim gemeinhin gebräuchlichsten Begriff) nicht erntereif.

Viel Saatgut ausbringen ist angesagt

Ob nun drinnen oder draußen, im Topf, Kübel oder Beet, entscheidend ist, dass du stets viel Petersilie-Saatgut verwendest, wenn du Petersilie anbaust. Denn die Pflanze wird zwar bis zu 30 Zentimeter hoch und trägt dann zahllose Blätter, doch das dauert ziemlich lang. Besser, du streust viel aus, das steigert den Ertrag bei der Ernte auch dann, wenn die Petersilie noch recht klein ist. Den Boden, in dem die langsam wachsenden Keimlinge sitzen, solltest du nach der Aussaat ab und zu ein wenig lockern, vielleicht mit einer Harke.

Und klar, ohne Wasser wächst praktisch nichts, also auch keine Petersilie. Wenn die Erde gut und einheitlich feucht gehalten wird, freut sie sich sogar und wächst nicht ganz so langsam. Aber Vorsicht, übertreib es nicht mit dem Wässern, denn bei Staunässe ist sie sehr sensibel und geht dir praktisch unter den Fingern ein. Wenn du das Kraut im Beet anpflanzt, ist ein mit Humus angereicherter Boden zu empfehlen. Ziehst du die Petersilie hingegen im Topf oder im Kübel, dann schadet es nichts, schon kurz nach der Aussaat hin und wieder ein klein wenig zu düngen.

Ernte und Verwendung

Wenn es gut läuft, kannst du die ersten Blätter schon nach zwei Monaten abernten. Wie du die Petersilie benutzt, ist Geschmackssache. Denn nicht nur frisch, sondern auch getrocknet hat das Kraut seinen Reiz. Wenn du im Herbst noch einmal kräftig ernten kannst, dann schadet es nicht, die Blätter über den Winter zu trocknen und so immer wieder ein prima Grundgewürz für Suppen und Eintöpfe parat zu haben. Und wer’s mag, kann sich außerdem aus den getrockneten Pflanzen einen Tee kochen. Der soll immerhin die Verdauung fördern und harntreibend sein. Wohl bekomm’s!

 

Pflanzeninformationen

Erntezeit: ganzjährig

Nährstoffbedarf: Schwachzehrer

Botanischer Name: Petroselinum crispum

Wuchshöhe 30-40 cm

Lebenszyklus: mehrjährig

Farbwelt: Grün

Verwendung: Vielseitiges Küchenkraut

 
                       

2,50 €

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